· 

Nahrungsmittel-Intoleranzen

Zu den klassischen Intoleranzen gehören die Kohlenhydratmalassimilationen, d.h. die enthaltenen Kohlenhydrate wie Laktose (Milchzucker) und Fructose (Fruchtzucker)  können nicht aufgespalten bzw. aufgenommen werden. Weiteres gibt es auch die Sorbitintoleranz, bei der der Zuckeraustauschstoff Sorbit die Unverträglichkeit verursacht. 

typische Symptome

  •       Weicher schmieriger Stuhl bis hin zum Durchfall
  •        Blähungen und/ oder kolikartige Bauchschmerzen / Krämpfe
  •        Selten Übelkeit, Völlegefühl, Erbrechen

 

 

 

Die Beschwerden von Kohlenhydratverdauungsstörungen betreffen vorwiegend den Verdauungstrakt und typisch sind Blähungen, Bauchkrämpfe und Durchfall. 

Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten?

Besteht ein Verdacht auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit ist immer ein Ess-Beschwerde-Protokoll das Mittel der Wahl um den Verdacht einzugrenzen. Deine Diätologin erhebt bzw. bestätigt den spezifischen Verdacht auf ein Lebensmittel/Lebensmittelinhaltsstoff etc. und gibt klare Empfehlungen zur Austestung. 

Diagnose

Die Diagnose dieser echten Kohlenhydratmalassimilationen wird bei Verdacht mithilfe eines H2 Atemtests durchgeführt. Bei der Laktose gibt es auch die Möglichkeit im Einzelfall eine Genotypenanalyse (‚Gentest‘) durchzuführen, aber um die Ursache der Unverträglichkeit zu erheben ist der Atemtest nach wie vor die Diagnosemethode der Wahl. 

 

Differentialdiagnose: Bei Durchfall als Symptom sollte jedenfalls immer ein H2-Atemtest auf Glucose durchgeführt werden. Dies ist ein Indikator für eine Dünndarmfehlbesiedelung (SIBO- small intestinal bacterial overgrowth). Besteht ein SIBO sollte zuerst dieses therapiert werden und danach der Atemtest für Laktose, Fructose, Sorbit wiederholt werden, da dies oft die primäre Ursache darstellt. 

Therapie

Bei einer bestätigten Laktoseintoleranz oder Sorbitintoleranz besteht die Ernährungstherapie aus einem dreistufigen Vorgehen

Die anfängliche Karenzphase hat das Ziel, Beschwerdefreiheit herzustellen und die Verzehrsgewohnheiten zu optimieren. Bei der Testphase wird die individuelle Toleranzgrenze festgelegt und anhand dieser wird gemeinsam mit deiner Diätologin die individuelle Dauernäherung zur bestmöglichen Sicherung deiner Lebensqualität festgelegt.

 

 

Bei der Fructosemalabsorption gilt grundsätzlich die gleiche Vorgehensweise. Jedoch besteht in den meisten Fällen ein Fructoseüberhang, d.h. es wird Fructoseflut über der normalen physiologischen Kapazitätsgrenze aufgenommen. In diesem Fall reicht eine fructoseadaptierte Kost bereits schon aus um die Beschwerden zu lindern. 

Sonderstellung: Histaminintoleranz

Literaturquellen schicke ich gerne auf Anfrage (office@essen-leib-seele.at) zu.

 

Diese Inhalte dienen zur allgemeinen Information und ersetzten eine individuelle ernährungsmedizinische Beratung und Therapie nicht. 

zählt ist die Histaminintoleranz. Hier kannst du mehr im Beitrag zur Histaminintoleranz nachlesen.