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Der Hype rund um das Gluten...

Gluten ist ein Klebereiweiß enthalten in verschiedenen Getreidesorten und ist unter anderem verantwortlich für die gute Backeigenschaft der Mehle. 

 

Gluten ist in folgenden Getreidesorten enthalten:

WEIZEN, ROGGEN, GERSTE und HAFER sowie deren Abstammungen und Kreuzungen, z.B. TRITICALE, DINKEL, GRÜNKERN, KAMUT, EINKORN, EMMER.

 

 

Weiteres ist Gluten enthalten im Mehl aus den oben angeführten Getreidesorten, Grieß, CousCous, Perlweizen, Ebly, Bulgur, Flocken, Kleie, gekeimtes Getreide, Brot und Gebäck aus den oben benannten Getreidesorten und Produkten enthalten. Auch Malz und malzhaltige Getränke wie Bier, Ovomaltine und Malzkaffee enthalten Gluten. 

Gluten ist nicht böse ...

...nicht jeder Mensch verträgt Gluten

Bei einer bestehenden Zöliakie (Autoimmunerkrankung) besteht eine Lebenslange strikte Meidung von Gluten. Ziel ist es eine Mangelernährung und Folgeerkrankungen zu vermeiden. Für nähere Auskunft und Fragen zur Zöliakie bitte gerne um Kontaktaufnahme.

 

Damit keine echte Zöliakie übersehen wird, ist es wichtig, dass immer eine Zöliakie ausgeschlossen wird, bevor eine glutenfreie Ernährung probiert wird.

 

Nie eine glutenfreie Ernährung vor Ausschluss einer Zöliakie !!!

 

Die Diagnose einer Zöliakie wird mittels der IgA Antikörper im Blut und einer Dünndarmbiopsie festgestellt, unter glutenhaltiger Ernährung. Wird bereits vorab glutenfrei/-arm gegessen kann diese Erkrankung nicht nachgewiesen werden, da eine glutenfreie Ernährung eben die Therapie darstellt.

 

 

Sollte eine glutenfreie Ernährung vor Zöliakieabklärung stattfinden, ist dies fahrlässig. 

Glutensensitivität

Es gibt jedoch auch die Glutensensitivität, bekannt unter folgenden Namen: non-celiac-gluten-sensitivität, Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität oder Nicht-Zöliakie-Nicht-Weizenallergie-Weizensensitivität.

 

Schon die Betitelung besagt, dass vorab eine Zöliakie (IgA Antikörper im Blut und ggf. Dünndarmbiopsie) und auch eine Weizenallergie (IgE Antikörper im Blut) ausgeschlossen sind. 

 

Die Glutensensitivität kann bis dato nicht medizinisch diagnostiziert werden, jedoch im Rahmen der individuellen Therapie des Reizdarmsyndroms kann eine Reduktion  von Gluten (kein Verzicht) für eine Linderung der Beschwerden sorgen. Dennoch wird in den Leitlinien nicht automatisch eine glutenfreie Ernährung bei Reizdarm empfohlen, da es keine Standardtherapie. Nicht jeder reagiert auf Gluten und meist ist auch die Menge entscheidend.

 

 

Außerdem besteht die Gefahr einer Mangelernährung, chronischen Verstopfung (Obstipation) und erhöhten Blutfetten (Hyperlipidämie) durch einen möglichen Ballaststoffmangel bei glutenfreier Ernährung. 

Getreideunverträglichkeit ist nicht gleich Gluten

Neben Gluten und der klassischen Weizenallergie gibt es noch weitere Inhaltsstoffe im Getreide, welche die Ursache für deine Beschwerden sein können (Fructane, Agglutinin, Gluten, ATIs -Amylase trypsin inhibitors). 

Weizenabhängige, anstrengungsinduzierte Anaphylaxie (WDEIA)

Personen mit WDEIA entwickeln nur dann Symptome wenn Weizen im Zusammenhang mit einem Triggerfaktor wie Sport (aber auch Alkohol oder Medikamente) steht. Die Ernährungstherapie richtet sich individuell nach deiner Symptomatik. 

Literaturquellen schicke ich gerne auf Anfrage (office@essen-leib-seele.at) zu.

 

Diese Inhalte dienen zur allgemeinen Information und ersetzten eine individuelle ernährungsmedizinische Beratung und Therapie nicht.